Paarberatung oder Paartherapie oder Paarcoaching?
Landläufig werden die beiden Begrifflichkeiten Paarberatung und Paartherapie synonym verwendet. Paarcoaching als Begrifflichkeit ist aktuell noch wenig verbreitet. Paartherapeut ist per se kein geschützter Begriff. Mir ist wichtig, meinem Grundsatz der Klarheit folgend, jedoch folgendes für meine Tätigkeit hervorzuheben.
Ich arbeite grundsätzlich mit psychisch gesunden Menschen zusammen, das bedeutet, bei keinem von euch beiden liegt eine psychische Diagnose oder Indikation vor, die Einfluss auf eure Paarbeziehung hat. In diesem Falle rate ich dringend dazu entsprechende Beratungsstellen oder psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Paarberatung bzw. Paarcoaching ist demzufolge kein Ersatz für therapeutische bzw. ärztliche Behandlung und ersetzt diese nicht. Ebenso ist Paarberatung nicht geeignet zur Linderung oder Heilung psychischer Krankheiten.
Meine Gegenüber bezeichne ich als Coachees oder Klienten.
Ist dir schon einmal aufgefallen (oder geht es dir etwa auch manchmal so?) es gibt so viele Menschen, die sich morgens mit hängenden Schultern und Mundwinkeln, mit scheinbar letzter Kraft aufmachen, sich aus dem Haus schleppen? Alles ist schwer, alles ist mühsam, alles ist so trist & grau. Das Energielevel auf einer Skala von 0-10 liegt bei -30.
Jetzt könntest du sagen, ja aber schau es dir doch an, was da morgens und den ganzen Tag über los ist. Die Kinder müssen pünktlich zur Betreuungsstätte gebracht werden, weiter hetzen zur Arbeit. Zu dem Ort, an dem der dann folgenden Großteil des Tages verbracht wird, zusammen mit anderen Menschen, denen es meist so oder ähnlich geht. Was soll mir denn da auch Spaß machen? Mit letzter Kraft, völlig aus der Puste, ins Büro gestolpert, jedem der entgegen kam ein ebenso (un-)freundliches „Moin“ entgegen geknurrt, Tasche ablegen, Computer anmachen, jetzt erst einmal eine Tasse Kaffee und dann rein in den Bürosessel. Der Blick auf die Uhr verrät, nur 1,5h Stunden dann kommt zum Glück die Frühstückspause und weitere 3 Stunden, bis zur Mittagspause, dann noch 2,5 Stunden und hach dann endlich naht der Feierabend…
Schnell raus aus dem Firmengebäude (alles schreit „weg von hier“), das Auto ist in „Fluchtstellung“ geparkt (abfahrbereit, Front nach vorne), nun aber schnell die Kinder abholen, hach das Programm für die lieben Kleinen am Nachmittag muss gestaltet werden, Abendessen vorbereiten und danach Fernseher an und Ciao, der Tag ist geschafft.
WOW, was für ein Tag.
Alleine das Lesen macht doch schon müde und keinen Spaß, oder?
Kopfschütteln, Schulter zucken – ein einfaches „ja, so ist das eben, das Leben, was beschwere ich mich denn, anderen geht es doch viel schlechter“ … Ja, das ist richtig – das, was gerade auf der Welt los ist soll ganz deutlich meinerseits weder verharmlost noch verleugnet werden!
Ich stelle dir aber bewusst die Frage, muss es denn bei dir so sein? Oder gibt es noch eine andere Möglichkeit, dein Leben und deinen Alltag anzugehen? Hast du schon einmal versucht morgens die ersten Stellschrauben ein wenig zu verändern und zu schauen was passieren kann? Deinen Tag neu zu starten und mit ein wenig mehr Leichtigkeit das anzugehen, was getan werden will?
Ich möchte dich ermutigen genau das auszuprobieren, denn es braucht nicht viel: Ja! Es braucht nur eine bewusste Entscheidung von dir! Ein bewusstes, „So will ich das nicht mehr! Ich erlaube mir mein Leben auf Leichtigkeit auszurichten und starte den Tag frisch und energiegeladen“.
Das ist eine bewusste Entscheidung, die du treffen kannst, wenn du das möchtest! Mir geht es nicht darum, deine allgemeinen Herausforderungen und Probleme, die sicher jeder von uns hat, klein zu machen und dich aufzufordern sie zu ignorieren. Nein, dafür stehe ich nicht. Aber wenn du dich im Inneren ein kleines bisschen drehst, wirst du wahrscheinlich feststellen, was sich Kleines im Außen verändert.
Ich lade dich ein, probiere es doch einfach mal aus, mit Kleinigkeiten, die du ohne großen Aufwand in deinen morgendlichen Ablauf integrieren kannst, egal welcher Sturm um dich herum weht, von JETZT. bis in 14 Tagen – konsequent, kompromisslos und ohne Ausreden (die be-Schwer-Ende Haltung klappt ja meist auch kompromisslos…. ):
– Du putzt dir (hoffentlich) jeden Morgen die Zähne
Finde in dieser Zeit drei Dinge, für die du dankbar bist (bitte versuche jeden Tag etwas Neues und etwas Anderes zu finden, lass dabei bitte den inneren Dialog mit all den Vergleichen weg und dem Kleinreden weg!). Schreibe dir die Dinge auf, zum Beispiel in dein Handy, mit der nicht Zähne putzenden Hand.
– Du kämmst dir die Haare, cremst dein Gesicht ein oder schminkst dich, auf jeden Fall schaust du bestimmt in den Spiegel
Lächle dich so strahlend und breit wie ein Honigkuchenpferd an. Solltest du dir albern vorkommen, lächle direkt noch weiter.
– Du bewegst dich sicher morgens durch dein Zuhause – sei es vom Bett ins Badezimmer, in die Küche, in den Flur
Laufe in Siegerposition, reiße die Arme nach oben und feiere dich selbst – du bist eine Gewinnerin.
– Die Zeit ist gekommen – du musst los
Bevor du deine Haustüre öffnest, hüpfe 10x auf der Stelle, denn sollte dein Körper noch etwas verschlafen sein, ist dies der finale Weckruf, dass es losgeht.
Ich bin sicher, du bist nun ready und pumped für deinen Alltag.
Ach so und eins noch – es gibt weitere zahlreiche Kniffe und Tricks, die den morgendlichen Ablauf (auch und besonders mit Kindern) harmonischer, reibungsloser und entspannter für dein energiegeladenes „Ich“ gestalten. Mehr dazu in meinen Happiness Trainings, Impulsvorträgen und Glücks-Kursen.
Und vergiss bitte nicht. Du kannst die anderen nicht ändern, du hast die Macht und Kraft dich mit beiden Beinen fest auf den Boden zu stellen und dich entsprechend auszurichten.
Was mir in meinen Coachings immer wieder auffällt, das „Problem“ ist so häufig nicht „das Problem“. Wir glauben, wir schaffen/können etwas nicht, weil uns etwas Bestimmtes fehlt – den neuen Job zu bekommen ist unwahrscheinlich, weil wir noch X Jahre Berufserfahrung benötigen, die neue Liebe zu finden wird nicht klappen, weil wir noch X Kilo erst abnehmen müssen, Familie und Job unter einen Hut zu bekommen wird nicht klappen, weil Unterstützung fehlt, eine glückliche Partnerschaft zu führen wird nicht klappen, weil der andere zu wenig Einsatz zeigt oder was auch immer. Aber der Grund wieso wir glauben, es nicht zu können, wir uns also selbst beschränken, ist meist ein ganz anderer. Wir haben häufig Glaubenssätze in uns, mit denen wir uns selbst beschränken. Glaubenssätze mit denen wir uns selbst bestrafen oder glauben an etwas Schuld zu sein oder etwas nicht verdient zu haben und uns daher selbst beschränken wirklich glücklich zu sein. Glaubenssätze sind per se nicht alle schlecht (ebenso wenig alle gut). Glaubenssätze sind zunächst einmal „geglaubte Sätze“, die wir in unseren Kopf geladen haben, um so nach Mustern und Strukturen, quasi im „Auto-Play“ zugeflüstert zu bekommen, wie wir Situationen des Alltags bewältigen können. Meiner Meinung nach lohnt es sich jedoch von Zeit zu Zeit eine Inventur zu machen – passen meine „geglaubten Sätze“ (noch) zu mir, ist Glaubenssatz XY mir wirklich noch dienlich oder hat dieser Satz eine Generalüberholung verdient, damit ich dahin komme wohin ich möchte?
Wenn wir zum Beispiel glauben, etwas nicht zu schaffen oder machen zu können stehen dahinter häufig Glaubenssätze. die uns unser Kopf zuflüstert. Nun ist es mir jedoch wichtig zu betonen, dass nicht jeder Glaubenssatz gleich schlecht für uns ist. Glaubenssätze helfen uns auch gut durch unsere Welt zu kommen.
Manches Mal, wenn wir den immer gleichen Mustern und Herausforderungen im Außen begegnen und wir schier daran verzweifeln könnten lohnt es sich doch einmal genauer hinzuschauen und uns Fragen zu stellen. Gute Fragen zu stellen, wie dient mir dieser Satz noch? Ist das wirklich so wie es mir mein Kopf zuflüstert?
Dabei hilft die Selbstreflektion, von oben und außen, von vorne und hinten das Thema zu betrachten, wertfrei und neutral. Es ist so spannend.
Stell dir so richtig gute Fragen oder suche dir jemanden im Außen, der dir Fragen stellt. Gerade dann wenn du ein Thema hast, das sich immer und immer wieder wie ein Muster in deinem Leben zeigt. Beispielsweise wählen wir häufig den falschen Partner, stoßen im Job auf gleichartige Herausforderungen, streiten in endlosen Diskussionen über die gleichen Punkte oder oder oder. Mein Appell – Stell dir gute Fragen.
Frag dich, woher kenne ich ganz ursprünglich das Gefühl? Wann habe ich das zum ersten Mal gefühlt? Wann habe ich das erste Mal in meinem Leben so gedacht? Von wem habe ich das vielleicht übernommen? Wann habe ich angefangen mich selbst so zu beschränken? Wovor will ich mich schützen? Wovor glaube ich andere beschützen zu müssen? Woher kommt das wirklich? Warum blockiere ich mich wirklich?
Das kann so viel verändern und bewegen, wirklich hinzuschauen – JETZT, mutig den Blick darauf lenken zu lenken, zu erkennen und neue Wege mutig zu gehen.
Es ist so spannend und so schön für mich zu sehen, wenn mein Coachee seine Fesseln der nicht mehr dienlichen Glaubenssätze löst, sich davon befreit, sich entwickelt und mit staunenden Augen selbst sieht, welche neuen Möglichkeiten und Wege sich vor ihm/ihr ausbreiten, die nur darauf warten erkundet und erlebt zu werden.
Worauf warten wir noch? Lass uns für neue Abenteuer die richtigen Fragen stellen und die Welt mit funkelnden Augen betrachten.
Und eins noch – wünschst du dir Unterstützung beim Erforschen deiner Glaubenssätze und den sich anschließenden Umgang damit? Kontaktiere mich, sowohl im 1:1 Coaching, als auch im Bereich der Paarberatung können wir wunderbar in diese Bereiche vorstoßen.